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wurde 1971 in Solingen geboren, habe allerdings erst
seit 1989 meinen Wohnsitz in Deutschland. Durch die
Arbeit meines Vaters beim Auswärtigen Amt sind wir im
Schnitt alle 4 Jahre umgezogen, so dass mein Bruder und
ich in der UDSSR (Moskau), in Südafrika (Kapstadt), in
der Schweiz (Genf), in Nigeria (Lagos) und in Portugal
(Porto) aufwuchsen. Nicht zuletzt dies hat mein
Interesse an Sprachen und Kulturen geprägt. Nach dem
Abitur entschied ich mich für Hamburg, da ich hier die
Möglichkeit hatte, in einer kleinen Agentur Grafikdesign
zu lernen. Meine Reiselust ist mir aber nicht vergangen,
und abgesehen von einem halbjährigen Aufenthalt in
Kalifornien habe ich einige Reisen nach Australien
unternommen und - natürlich - viele Urlaubsreisen kreuz und
quer durch Europa.
nzwischen
bin ich seit über 10 Jahren verheiratet und lebe mit meiner
Frau, meinem Sohn und meiner Tochter, der Katze und dem
Hund (Fische, Geckos, Anolis, Stabheuschrecken und
Gottesanbeterinnen nicht zu vergessen) zwischen Wiesen,
Auen und Wäldern in der Nähe von Hamburg.
eben
meinen vielfältigen jugendlichen Interessen für
Meeresbiologie, Geologie, Paläontologie, Archäologie,
Geschichte, Zeichnen und Schriftstellerei, habe ich schon
immer viel gelesen. Ich erinnere mich
besonders an "Der kleine Hobbit", den ich zum elften
Geburtstag bekam, und die Serie "Der kleine Vampir".
Sehr von Vorteil dabei (oder auch maßgeblich
verantwortlich) war, dass mein Onkel eine Buchhandlung
besaß. Ich habe daher mit 13 Jahren nicht nur Tolkiens
Wälzer, sondern auch Ende, Hohlbein, Terry Brooks und
viele andere fantastische Geschichten gelesen. Damals
gab es Harry Potter ja noch nicht, aber kann sich jemand
an "Madru", "Der weiße Wolf" oder die Serie "Das
Raumschiff der Kinder" erinnern? Natürlich waren auch
Geister- und Gruselgeschichten ein Muss. Ende der 80er
Jahre hatte ich meine Stephen-King-Phase, und Anfang der
90er standen Edgar Allan Poe und H. P. Lovecraft, aber
auch Michael Crichton, Neal Stephenson und Tad Williams
auf meiner Liste. Es mag bedenklich stimmen, dass einige
der Genannten am wenigsten durch ihre literarische
Qualität bekannt sind. Aber sie funktionieren, und Motor
und Mechanik liegen zum Teil recht offen, was sehr
hilfreich ist, wenn man sich fragt: "Was macht der Autor
da eigentlich?"
Beständig und ungeschlagen in meiner
Präferenz ist jedoch Umberto Eco mit "Das Foucaultsche
Pendel" und seinen intelligent-ironischen Diskursen über
Literatur, Sprache, Ethik, Glauben, Gott und die Welt.
ermutlich sollte ich das nicht zugeben, aber ich habe mich nie sonderlich für das interessiert, was
wir in der Schule lesen sollten. Weder
Theodor Storm, noch Heinrich Böll, Bertolt Brecht oder
Fernando Pessoa vermochten mich irgendwie zu fesseln. Am Götz
von Berlichingen konnte mich nur das berühmte Zitat
begeistern. Andorra empfand ich in meiner pubertären
Arroganz als intellektuelle Beleidigung
(Holzhammer-Pädagogik). Aber ich wartete mit diebischer
Spannung darauf, wie unsere Lehrerin die
Keks-Szene in "Frühlingserwachen" erklären würde.
Komischerweise hat sie diese Stelle dann im
Unterricht einfach übersprungen.
Kafka fand ich noch ganz
skurril, aber auf Dauer zu düster und fatalistisch, um
Spaß zu machen. Hätte es die Kenneth Brannagh-Filme
damals schon gegeben, hätten mich wahrscheinlich die
Sprache und der Witz von Shakespeare locken können, aber
die drögen Reclam-Hefte waren einfach zu "uncool" für einen
16-Jährigen. Warum konnten wir in der Schule nicht eine
illustrierte Ausgabe von Bram Stoker oder Mary Shelley
lesen? Ich schweife ab.
eine
Vorstellungen, Jacques-Yves Cousteau, Heinz Sielmann
oder mindestens ein berühmter Entdecker im Amazonas zu
werden, wurden von meinem Schuldirektor, Mathematik- und
Klassenlehrer (in Personalunion) mit von ziemlich
geringer Erfolgswahrscheinlichkeit beurteilt. Ich sei zu
lebhaft und zu unpräzise, um Wissenschaftler zu werden
und solle eher etwas Humanistisches anstreben,
vielleicht Reden oder Schreiben. Ganz so unrecht hatte
er nicht, nebenbei schrieb ich tatsächlich bereits:
Artikel für die Schülerzeitungen, Kurzgeschichten und
versuchte mich bereits mit 16 Jahren an einem ersten Roman.
s
war etwa 1996, als mein Onkel (seines Zeichens
Sachbuchautor) eine E-Mail einer Lektorin bekam, die
einen Autor für ein Projekt suchte. Es sollte ein
Jugendbuch werden, Zielgruppe Mädchen, Thema Lovestory per
Brieffreundschaft allerdings per Chat im Internet. Ich
antwortete ihr mit zwei Konzeptvorschlägen und einer
Leseprobe, und so entstand schließlich mein erstes Buch
"Copy C@ts". Auf Anfrage des selben Verlages schrieb ich
einige Zeit später "Welcome @ Internet", ein Jugend-Sachbuch zum Thema
Internet, und hierauf wurde schließlich der Ravensburger
Buchverlag aufmerksam, der ein Kinder-Sachbuch für die
"Wieso? Weshalb? Warum?"-Reihe benötigte; "Mein
Computer" entstand.
So
ergaben sich also meine ersten
Publikationserfolge auf eine ganz
andere Art und Weise, als ich es mir vorgestellt hatte.
als
nächstes sollte es endlich ein "richtiger" Roman werden.
Ich
sammelte Ideen und Notizen, begann ganz langsam mit der
Konzeption, und 2001 begann ich die ersten Szenen zu schreiben.
Endlich hatte ich die Möglichkeit, meine eigenen
Interessen und Beobachtungen, alte und fremde Kulturen, moderne
Entdeckungen, historische Mythen und die gesammelten
Daten meiner Dokumentions- und
Sachbuchleidenschaft miteinander zu verbinden.
Noch
bevor das Buch ganz fertig geschrieben war, wurde die Mühe
bereits mit Hilfe meines wunderbaren Agenten Joachim
Jessen (der
irritierenderweise die Stimme eines bekannten
Showmasters hat)
belohnt, und der Limes-Verlag bedankte sich mit einem
Vertrag für "Projekt: Babylon" - und gleich einem
weiteren für den dazugehörigen Folgeband.

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